Archiv für Juli, 2007

Sister K

Mittwoch, 25. Juli 2007

Grade beim Shopblogger gefunden: Ein Musikprojekt von Oliver Kels namens “Sister K”. Es handelt sich um zwei Schwestern aus den Niederlanden, deren Nachname mit K beginnt (womit sich dann wohl auch der Bandname erklärt haben dürfte). Leider war den beiden kein Plattenvertrag vergönnt, was ich ehrlich gesagt unverständlich finde. Mittlerweile arbeiten sie beide wieder in ihren regulären Berufen.

Das hier eingestellte Video wurde nach nur einer einzigen Probe aufgenommen und ist absolut live! Oliver schreibt dazu: “Ach ja, wenn es jemandem von euch wirklich gut gefällt bin ich für entsprechende “promotionuntertützende Maßnahmen” (Verlinkung in Blogs, eMails an eure Freunde etc.) sehr dankbar! Vielleicht dreht es ja im Netz eine kleine Runde und es entwickelt sich irgendwas von dem ich noch nichts weiss. Das wäre ja was…”

Auch wenn ich privat nicht unbedingt diese Art von Musik höre, so denke ich dennoch, dass die beiden eine Ausnahmestimme haben und es nicht verdient haben, einfach so in der Versenkung zu verschwinden. Ausserdem muss ich zugeben, dass sich das Lied nach dem zweiten oder dritten Hören echt in den Ohren festsetzt. Daher komme ich einfach mal der Bitte Olivers nach und stelle dieses Video hier ins Netz. Enjoy!


Link: sevenload.com

Das Geheimnis der Tabletts

Montag, 23. Juli 2007

Eines der grössten Mysterien in der Welt ist der Systemgastronomie ist wohl das, was ich immer als “Tablettschwund” bezeichne.

Heute mittag erst fiel es mir wieder auf: Beim bestücken frisch gewaschener Tabletts mit Traylinern (das Blatt Papier, welches immer auf dem Tablett liegt) sah ich, dass unser Vorrat an Tabletts schon wieder mächtig geschrumpft ist. Und das, obwohl ich erst vor kurzem 50 Stück neu gekauft habe, um den vorherigen Schwund auszugleichen.

Interessanterweise findet man die meisten Tabletts immer im Müll. Viele Gäste scheinen sich überhaupt keine Gedanken darüber zu machen, dass die Tabletts auch Geld kosten, und schmeissen einfach alles komplett weg. Inklusive Tablett eben. Die Freude ist dann bei den Schlussdienstmitarbeitern immer hoch, wenn sie mal wieder im Müll fischen dürfen um die Tabletts zu retten. Ich frage mich in solchen Momenten immer, was in den Köpfen dieser Gäste vorgeht. Warum schmeissen sie das Tablett mit in den Müll? Ist es ihnen schlicht egal? Machen sie es mit Absicht? Wissen sie es nicht besser? Denken sie, dass mich die Tabletts nichts kosten? Sehr seltsame Sache…

Kontrolle

Donnerstag, 19. Juli 2007

Heute früh bekamen wir Besuch der eigentlich eher unangenehmen Sorte. Eine Dame von der Berufsgenossenschaft machte eine Betriebsprüfung. Während ich schon das schlimmste befürchtete, gab es schnell Entwarnung. Alles super bei uns, nur ein Etikett auf einem Kanister mit Spülmaschinenreiniger entspricht nicht ganz den Vorschriften. Gut, damit kann ich leben.Ab nächster Woche gibt es den Spülmaschinenreiniger sowieso von einem anderen Lieferanten. ;)

Ferienanfang

Donnerstag, 19. Juli 2007

Heute war der letzte Schultag, was in Verbindung mit dem traditionellen “Wallsaufen” (hunderte von Schülern treffen sich am Wallgraben, einem Park nur wenige hundert Meter vom Store, um sich zu besaufen auf die Ferienzeit vorzubereiten) zu zwei Dingen geführt hat: Das Durchschnittsalter der Gäste lag heute deutlich unterhalb des sonst üblichen Levels, die Lautstärke im Store dafür deutlich drüber.

Es ist wirklich unglaublich, wieviel Lärm so eine Kompanie Schüler erzeugen kann. Zwar machen sich solche Tage im Umsatz positiv bemerkbar, aber hinterher ist man dann doch froh, wenn man es hinter sich hat.

Capture the flag

Dienstag, 17. Juli 2007

Da fahre ich auf dem Weg nach Hause noch schnell am Store vorbei, und was sehe ich da schon aus mehreren hundert Metern Entfernung? Unsere Easyflag, eine etwa viereinhalb Meter hohe Werbefahne, wie sie nachts um halb zwei mutterseelenallein draussen in der Fussgängerzone steht. Haben die Mitarbeiter der Spätschicht wohl vergessen reinzuholen, als sie den Schlussdienst gemacht haben. Grrrr…

Das Ding kostete mich damals 400 Euro, weswegen ich wenig begeistert war, die Fahne nun schon zum zweiten Mal innerhalb von ein paar Tagen nachts draussen stehen zu sehen. Fehlt bloss noch der Zettel, auf dem steht “Klau mich!”. :|

Hitzefrei

Montag, 16. Juli 2007

Mit Rücksicht auf das Gewerbeaufsichtsamt möchte ich nicht schreiben, wieviel Grad Celsius hier bei uns im Store genau herrschen, aber es ist wirklich verdammt heiss. Nicht nur, dass die Frontscheibe für entsprechendes Gewächshausklima sorgt, sondern vor allem die diversen Öfen im Rücken und der Warmluftaustritt der Kühlung vom Frontcounter, welcher die heisse Luft genau auf die Beine der Mitarbeiter hinter dem Counter bläst, treiben die Temperaturen in die Höhe.

Zwar haben wir schon diverse Ventilatoren aufgebaut, aber im Grunde verwirbeln die auch bloss die warme Luft, ohne merkliche Besserung zu bringen. Um nachträglich eine Klimaanlage einzubauen ist kein Geld da (für die Angebote, welche ich mir eingeholt habe, hätte ich auch einen Mittelklassewagen bekommen können. Und das wäre nur der Anschaffungspreis gewesen, von den Stromkosten ist da noch gar nicht die Rede). In meiner Not habe ich letztes Jahr zwei Standklimaanlagen gekauft, aber die sind natürlich mit der Fläche des Stores und den hier herrschenden Temperaturen völlig überfordert. Naja, der Gedanke zählt…

So langsam weiss man auch nicht mehr, was man den Gästen erwidern soll, die mit einem fröhlichen “oh, das ist aber warm bei euch!” in den Store kommen. Vor allem, wenn man das zum fünfzigsten Mal am Tag hört.

“Was? Finden Sie wirklich? Habe ich noch gar nicht bemerkt…”

Endlich wieder Ordnung

Samstag, 14. Juli 2007

Wenn man den Store durch den Personaleingang betritt, so läuft man zwangsläufig immer durch unser Trockenlager, bevor man in die Küche kommt. Im Trockenlager werden all die Dinge gelagert, welche man zwar häufig braucht, aber nicht kühlpflichtig sind (z.B. Becher, Besteck, Kaffeesahne, Tüten etc.). Logischerweise unterliegen die Artikel im Trockenlager einer häufigen Rotation, was im Laufe der Zeit dazu führt, dass es immer unordentlicher wird. Neue Artikel werden mal schnell irgendwo reingequetscht wo grade Platz ist, geänderte Verpackungsformen erfordern ein Umsortieren in den Regalen, irgendwann wird mal eine Lieferung falsch eingeräumt und so weiter und so fort.

Nachdem das Chaos mittlerweile wirklich riesig war und ich mich schon täglich darüber ärgerte, nahm sich die heutige Schicht ein Herz und fing an, das Trockenlager aufzuräumen. Und als sie schonmal dabei waren, haben sie auch gleich das Lager für die Reinigungs- und Hygienemittel aufgeräumt. Ach, und weil es so schön ist auch noch alles andere.

Als ich heute nachmittag in den Store kam, traf mich dann fast der Schlag: Alles ordentlich einsortiert, sämtliche Artikel übersichtlich platziert und alles sauber. Lediglich ein paar Kartons standen noch herum, welche die Mitarbeiter nicht mehr rechtzeitig rausstellen konnten, bevor ich im Store aufschlug (worüber sich meine Schichtführerin dann auch sichtlich ärgerte, wollte sie mir schliesslich doch das perfekt aufgeräumte Trockenlager präsentieren… :p).

Ich muss sagen, dass es heute wirklich eine angenehme Überraschung war, in den Store zu kommen. So dürfte es ruhig öfter sein. Erstaunlich auch, wieviel Platz plötzlich wieder im Trockenlager ist…

Jetzt bin ich nur noch gespannt, wie lange das Trockenlager noch so aussieht. Meine Schichtführerin meinte zwar, dass sie da persönlich ein Auge drauf haben würde, aber meine persönliche Erfahrung sagt mir, dass in spätestens vier Wochen wieder das übliche Chaos herrschen wird.

Einblicke

Samstag, 14. Juli 2007

Seit rund zweieinhalb Jahren gibt es jetzt SUBWAY in Nienburg. In dieser Zeit habe ich irrsinnig viele Dinge erlebt und schon oft darüber nachgedacht, dass man sie eigentlich irgendwo festhalten müsste. Um ein Buch zu schreiben fehlt mir aber die Zeit (und ehrlich gesagt auch die Motivation), obwohl der Stoff dafür ausreichend vorhanden wäre.

So kam mir die Idee zum Blog. Hier kann ich Stück für Stück schreiben was passiert ist, was lustig war, was zum nachdenken angeregt hat, wie ich mich fühle. So entsteht im Laufe der Zeit hoffentlich eine schöne Sammlung von Geschichten und Anekdoten rund um SUBWAY in Nienburg. Und da es den einen oder anderen sicherlich interessiert, wie es hinter den Kulissen unseres “Schnittchentempels” in der Nienburger Fussgängerzone so zugeht, habe ich mich entschlossen, dieses Blog öffentlich zugänglich ins Internet zu stellen.

Analog zum bekannten (und hochgradig lesenswertem) Shopblogger, wo der Inhaber eines SPAR-Supermarkts in Bremen von seinen täglichen kleinen Abenteuern berichtet, möchte auch ich hier einen kleinen Einblick in unseren Alltag geben. Sollte ich dabei hin und wieder über den einen oder anderen Gast oder Lieferanten mal ein wenig meckern, so wird es mir hoffentlich nachgesehen. Wer sich wiedererkennt, darf gern die Kommentarfunktion nutzen und über mich meckern.

In diesem Sinne, viel Spass mit diesem Blog!